Historische Euribor-Diagramme
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Historische Euribor-Sätze beziehen sich auf Aufzeichnungen vergangener täglicher oder monatlicher Euro Interbank Offered Rates (Euribor) über einen längeren Zeitraum. Diese historischen Sätze sind für Finanzexperten, Wirtschaftswissenschaftler und Marktanalysten von wesentlicher Bedeutung, da sie wertvolle Einblicke in Trends, Schwankungen und Zinssatzentwicklungen in der Eurozone im Zeitverlauf liefern.
3-Monats-Euribor-Trend
Der 3-Monats-Euribor ist ein wichtiger Referenzsatz für kurzfristige bis mittelfristige Kredite im Euro-Raum. Er spiegelt den durchschnittlichen Satz wider, zu dem Banken einander für drei Monate Geld leihen, und wird häufig für Verbraucherkredite, Überziehungen und einige variable Hypothekendarlehen verwendet. Die 3-Monats-Laufzeit ist tendenziell empfindlicher gegenüber Änderungen der EZB-Politik und den Bedingungen des Geldmarktes als längere Laufzeiten. Wenn die EZB eine Änderung der Zinssätze signalisiert, bewegt sich der 3-Monats-Euribor oft schnell in Erwartung. In den letzten zehn Jahren erlebte der 3-Monats-Satz dramatische Schwankungen: von negativen Werten während der Nachkrisen- und Pandemiejahre bis über 4 % während des Straffungszyklus 2022–2023. Die Darstellung des 3-Monats-Trends hilft Kreditnehmern, das kurzfristige Zinsmomentum zu verstehen und sich auf bevorstehende Kreditneuanpassungen vorzubereiten. Erkunden Sie die 3-Monats-Euribor Seite für aktuelle Sätze und detaillierte Daten.
6-Monats-Euribor-Trend
Der 6-Monats-Euribor ist der beliebteste Referenzsatz für variable Hypothekendarlehen in vielen Eurozonenländern, einschließlich Spanien, Italien und Portugal. Die sechsmonatige Anpassungsfrequenz bietet ein Gleichgewicht zwischen Stabilität und Reaktionsfähigkeit: Kreditnehmer wissen ihren Satz für ein halbes Jahr, bevor er überprüft wird, während sie dennoch von Marktbewegungen innerhalb eines überschaubaren Zeitrahmens profitieren oder sich anpassen können. Der 6-Monats-Trend folgt oft dem 3-Monats-Satz mit einer leichten Verzögerung und wird typischerweise zu einem moderaten Aufschlag gegenüber kürzeren Laufzeiten gehandelt, was das zusätzliche Laufzeitrisiko widerspiegelt. Während der Zinserhöhungen 2022–2023 stieg der 6-Monats-Euribor stark an, zusammen mit anderen Laufzeiten, und erreichte historisch hohe Werte. Seitdem hat er begonnen, sich zu entspannen, da die EZB die Zinsen gesenkt hat. Das Verständnis des 6-Monats-Trends ist für Hypothekenschuldner und alle, die ein variabel verzinstes Darlehen in Betracht ziehen, unerlässlich. Sehen Sie sich die 6-Monats-Euribor Seite für aktuelle Zahlen und Kontext an.
12-Monats-Euribor-Trend
Der 12-Monats-Euribor repräsentiert den einjährigen Interbankensatz und wird häufig für längerfristige variable Produkte und einige Hypothekendarlehen mit jährlichen Anpassungen verwendet. Er ist tendenziell weniger volatil als kürzere Laufzeiten, da er kurzfristige Schwankungen glättet. Der 12-Monats-Satz liegt oft über dem 6-Monats-Satz in einer normalen, nach oben geneigten Zinsstrukturkurve, was die Prämie für die Festlegung von Mitteln über einen längeren Zeitraum widerspiegelt. In den letzten zwei Jahrzehnten schwankte der 12-Monats-Euribor zwischen stark negativen Werten (während der negativen Zinspolitik der EZB) und über 4 % im Jahr 2023. Die Darstellung seines langfristigen Trends zeigt den gesamten Bogen der europäischen Geldpolitik: die Lockerung nach 2008, die Eurokrise, die Jahre der quantitativen Lockerung und den aktuellen Inflationsbekämpfungszyklus. Für eine fokussierte Ansicht siehe die 12-Monats-Euribor Seite.
Langfristiger Euribor-Zyklus
Über Jahrzehnte betrachtet zeigt der Euribor klare langfristige Zyklen, die durch das wirtschaftliche und geldpolitische Umfeld geprägt sind. In den frühen 2000er Jahren lagen die Sätze in einem moderaten Bereich, bevor die Finanzkrise von 2008 zu drastischen Kürzungen führte. Von 2009 bis 2022 verbrachte der Euribor einen Großteil seiner Zeit auf historisch niedrigen oder negativen Niveaus, während die EZB versuchte, die Wirtschaft durch die Schuldenkrise und die Pandemie zu unterstützen. Diese "lange Niedrigzinsphase" kam den Kreditnehmern zugute, drückte jedoch die Sparer und Banken. Die abrupte Wende in 2022–2023, als die Inflation anstieg, führte zu den schnellsten Zinserhöhungen in der Geschichte des Euro. Das Verständnis dieser Zyklen hilft, die aktuellen Niveaus in den Kontext zu setzen: Was heute hoch erscheint, könnte in einem Jahrzehnt normal aussehen, und was 2019 "normal" schien, war in Wirklichkeit historisch ungewöhnlich. Für weitere Analysen besuchen Sie unsere Geschichte page and Euribor-Prognose.